DOSB - Olympiamannschaft

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DBS News Para Kanuten im Trainingslager Duisburg © Christel Schlisio

Para Kanuten im WM-Endspurt

Die deutsche Para Kanu-Nationalmannschaft hat in der vergangenen Woche ein weiteres gemeinsames Trainingslager zur Vorbereitung auf die WM absolviert. Dieses Mal teste das Team um Cheftrainer Andre Brendel die neuen barrierefreien Möglichkeiten am Bundesstützpunkt in Wedau. Bevor es Ende August zur WM nach Szegend (Ungarn) geht, stehen für einige Athleten noch die Ostdeutschen Meisterschaften auf dem Plan.

Bisher wurden die Trainingslager meistens im Bundesleistungszentrum Kienbaum ausgetragen. Brendel nutzte nun die Gelegenheit, den neu gestalteten Bundesstützpunkt in Duisburg einem Praxistest zu unterziehen. Die ganze Anlage wurde in den letzten Jahren barrierefrei umgebaut. Und im nächsten Jahr wird hier auch die Para Kanu Weltmeisterschaft ausgetragen. Die Athleten äußerten sich sehr zufrieden mit den neuen Anlagen. „Der Umbau ist super geworden, komplett barrierefrei. Im Kraftraum ist ausreichend Platz, um überall mit dem Rollstuhl durch zu kommen. Auch der obere Bereich im BLZ ist mit dem Aufzug ohne Probleme erreichbar,“ schwärmte Katharina Bauernschmidt. 

Cheftrainer Andre Brendel und Trainer Jürgen Hausmann hatten für diese Woche ein umfangreiches Programm ausgearbeitet. „Wir konnten an einigen Stellschrauben im technischen Bereich arbeiten und mit vielen Paddelkilometern und Athletikeinheiten geht es nun in den Trainingsblock zuhause, bevor es dann zum Zielspurt Richtung WM in Szeged geht“, sagte Anja Adler. Andre Brendel zeigte sich sehr angetan vom Trainingseifer der Teilnehmer. Er hob hervor, dass auch die Silbermedaillengewinnerin von Rio, Edina Müller nach der Geburt ihres Kindes wieder voll umfänglich mittrainieren konnte. Die Para Kanutin vom Hamburger KC will zur WM wieder angreifen. Für die Para Kanuten geht es bei der Weltmeisterschaft in Szeged bereits um die ersten Quotenplätze für die Paralympischen Spiele in Tokio 2020.


Para Kanuten starten in Brandenburg

Noch bevor es für die Nationalmannschaft nach Ungarn geht findet in Form der ostdeutschen Meisterschaft vom 27. bis 30. Juni in Brandenburg an der Havel ein weiteres nationales Highlight im Para Kanu statt. Für die deutschen Para Kanuten bedeutet dies der Start in die zweite Saisonhälfte, denn die Meisterschaften sind gleichzeitig Teil des Deutschland-Cups, der Ende August – auf der gleichen Regattastrecke – bei den Deutschen Meisterschaften entschieden wird.

Neben der üblichen Wettkampfdistanz von 200 Metern finden am 29. Juni zudem Wettbewerbe über 500 Meter statt. Gerade in Brandenburg ist die Atmosphäre eine Besondere, denn es werden viele begeisterte Kanufans erwartet, die die Athleten vom Rand aus tatkräftig anfeuern werden. So auch bei den kommenden ostdeutschen Meisterschaften, welche als gute Vorbereitung für die Deutschen Meisterschaften dienen. Denn diese werden vom 27. August bis 1. September auf derselben Regattastrecke ausgetragen.

Auch in diesem Jahr werden die deutschen Meisterschaften der Para Kanuten gemeinsam mit den Kanu Rennsport-Meisterschaften der olympischen Athleten ausgetragen. Nachdem das inklusive Mixed-Zweier Rennen 2017 seine Premiere gefeiert hatte, wird es auch dieses Jahr wieder im Wettkampfprogramm sein, sodass sich die Zuschauer auf einen gemeinsamen Wettbewerb von Para Sportlern und olympischen Athleten freuen dürfen. Daneben werden auch Sportler mit körperlicher Behinderung, die nicht klassifizierbar sind, die Chance auf eine Teilnahme bei den Meisterschaften haben.

Die Ausschreibung für die Ostdeutschen Meisterschaften ist hier zu finden.

Beide Meisterschaften werden zudem live übertragen.

 

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