DOSB - Olympiamannschaft

Bühne

EM Die deutsche Rollstuhlrugby Nationalmannschaft © Nadine Bieneck

„Wir alle sind heiß darauf, dass es nun endlich losgeht“

Nach vielen Monaten Vorbereitungszeit steht die Europameisterschaft vor der Tür: Vom 7. bis 11. August kämpft die deutsche Rollstuhlrugby-Nationalmannschaft in Vejle (Dänemark) um eine Top-Platzierung im starken europäischen Starterfeld.

„Ich bin froh, dass die EM jetzt endlich vor der Tür steht“, resümierte Nationalspieler Thorsten Altmann nach dem letzten Tag des Trainingslagers. In der Sportschule Bad Blankenburg hatte Auswahltrainer Christoph Werner die Rollstuhlrugby-Nationalmannschaft für die letzte Maßnahme, zweieinhalb Wochen vor dem ersten Spiel der Europameisterschaft im dänischen Vejle, noch einmal für fünf intensive Trainingstage zusammengerufen. „Für uns ging es hier darum, noch einmal an den letzten Feinheiten und am letzten Feinschliff zu arbeiten“, sagt der Nationaltrainer. „Alle haben gut mitgezogen, man merkt, dass die Spieler heiß darauf sind, an sich zu arbeiten. Die Dinge, die wir besprechen und analysieren, werden anschließend sofort umgesetzt.“

Seit Monaten bereitet sich das deutsche Team auf die EM in Dänemark vor, hat eine Vielzahl an Trainingslagern absolviert und an Turnieren teilgenommen. „Wir befinden uns auf einem guten Weg, man sieht, wie sich die Mannschaft weiterentwickelt“, resümiert Christoph Werner. In der Tat befindet sich das Team in einem Umbruch, nachdem zahlreiche langjährige, erfahrene Nationalspieler aus der Mannschaft zurückgetreten sind. Zuletzt hatte der langjährige Kapitän Maik Baumann im Frühjahr diesen Jahres seinen Abschied verkündet, zuvor waren unter anderem die erfahrenen Thomas Schuwje, Steve Diederich, Andrej Leonhard, Fabian Müller und Artur Bertram zurückgetreten. „Das ist jetzt vermutlich das jüngste Team, mit dem wir je zu so einem großen Turnier gefahren sind,“ sagt der Nationaltrainer.

Gerade aus diesem Grund fühlt sich die Europameisterschaft für den Coach auch „ein bisschen wie eine Überraschungstüte“ an. „Wir haben großes Potenzial in der Mannschaft. An guten Tagen, an denen alles passt, können wir jede Mannschaft ärgern und für eine Überraschung sorgen“, sagt er. Gleichzeitig weiß er auch: „Die Mannschaft ist jung und mitten in der Entwicklung. Die Spieler müssen noch viel Erfahrung sammeln. Für eine Überraschung sind wir aber immer gut.“ Christoph Werner spielt auf die EM-Generalprobe in Polen Anfang Juli an. Dort war das deutsche Team ohne eine einzige Niederlage durch die Vorrunde marschiert, hatte gegen Brasilien (56:49), Schweden (57:39) und Russland (52:39) jeweils deutlich gewonnen und im Halbfinale mit einem Herzschlag-Sieg gegen Dänemark (53:52) ein Ausrufezeichen gesetzt. Im Finale mussten sich die „jungen Wilden“ dann gegen Frankreich geschlagen geben (47:42). „Das Turnier hat uns gezeigt, dass wir auf einem guten Weg sind und was für eine Leistung wir abrufen können, wenn alles passt. Wir nehmen aus dem Turnier viel Rückenwind mit in die EM, wenngleich wir alle wissen, dass in Dänemark nochmal eine ganz andere Herausforderung auf uns wartet.“ Die dafür nötige Anspannung sei inzwischen da, „wir alle sind heiß darauf, dass es nun endlich losgeht“, so der Trainer, der zudem vermeldet: „Die Stimmung im Team insgesamt ist sehr gut - sowohl auf als auch neben dem Feld.“

Frankreich (7. August, 18.15 Uhr), Schweden (8. August, 17.45 Uhr) und die Niederlande (9. August, 12.15 Uhr) sind die Gegner des deutschen Teams in der Vorrunde. „Wir wollen als Minimalziel den Einzug ins Halbfinale erreichen“, sagt Trainer Christoph Werner, der auf die Unterstützung der Rollstuhlrugbyfans aus ganz Deutschland hofft. „Wir freuen uns über jeden Einzelnen, der uns live vor Ort in Vejle unterstützt“, sagt er. „Alle Spiele werden auch als Livestream im Internet übertragen, drückt uns die Daumen“, grüßt er die Sportfans in der Heimat. „Wir freuen uns über jeden einzelnen Gruß und jede Unterstützung.“

Alle Informationen rund um die EM sowie die Livestreams gibt es unter www.2019wrec.com
Das deutsche Rollstuhlrugby-Nationalteam berichtet auf seinen Kanälen unter: www.facebook.com/rollstuhlrugby und www.instagram.com/rollstuhlrugbynatio von allen News rund um Mannschaft, Spieler und EM.

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