DOSB - Olympiamannschaft

Sportler:
Thomas Nolte // 33 Jahre // Para Ski Alpin

Behinderung:
Querschnittlähmung

Erfolge:
2009 Weltmeister im Teamwettbewerb, Europacupgesamtsieger Slalom
2010 Paralympics 4. Platz Abfahrt
2011 Vize-Weltmeister im Team, WM-Bronze Slalom, 3. Platz im Gesamtweltcup
2012 Slalom Europacupgesamtsieger, 3. Platz im Disziplinweltcup
2013 3. Platz im Disziplinweltcup
2014 Paralympics: 5. Platz Super-Kombination
2015 WM-Bronze Slalom

Thomas' Comebackstory:

Thomas Nolte war neun Jahre alt. Gemeinsam mit seiner Familie stand die Fahrt in den Urlaub an, die Vorfreude war groß. Doch dann der Schock: ein schwerer Unfall bei der Anreise. Nach dem Aufprall habe er seine Beine nicht mehr gespürt, erinnert sich Thomas. Ersthelfer zogen ihn durch die zerbrochene Heckscheibe des Autos und versetzten ihn direkt im Straßengraben in Narkose. Erst auf der Intensivstation wachte er wieder auf. Die Diagnose: Querschnittlähmung.

Für Thomas Nolte bedeutete dies jedoch keinesfalls das Ende, sondern viel mehr den Anfang einer ungeahnten Karriere. Schon in der Reha-Zeit ließ er sich nicht davon abbringen verschiedenste Sportarten auszuprobieren. Gepaart mit sportlichem Talent fand Nolte seinen Weg zum Monoski. Schon immer verfolgte er sportliche Großereignisse und träumte davon, einmal Teil eines solchen zu werden – und jetzt ist er bereits zum dritten Mal bei den Spielen dabei. „Die Aussicht auf die Teilnahme an den Paralympics hat mich immer motiviert“, sagt Thomas, der eigentlich gar keinen Schnee mag. Die Kälte und Nässe schränken ihn im Alltag ein, „aber wenn ich Ski fahre, kann ich mich frei bewegen – und das genieße ich".

Als erfolgreicher Skifahrer rät er jedem Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, Sport zu treiben, da dies Lebensqualität und Selbstwertgefühl steigert. „Nicht lange drumherum reden, einfach versuchen“, lautet die Devise von Thomas Nolte. Von Stürzen und Enttäuschungen versucht er sich nicht aufhalten zu lassen. Es sei wichtiger, aus sportlichen Rückschlägen zu lernen und Erfahrung mitzunehmen, „um anschließend stärker zurückzukommen“. So wie er es selbst oft bewiesen hat.

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