DOSB - Olympiamannschaft

Paralympisch Leben

Das Online-Magazin „Paralympisch Leben“ ist das Herz der Webseite. Hier berichten wir über die Athletinnen und Athleten der Deutschen Paralympischen Mannschaft. Im Mittelpunkt stehen dabei die Geschichten hinter den Sportlern: Was macht sie aus, was haben sie erlebt und wie denken und fühlen sie? Alle Athletinnen und Athleten der Deutschen Paralympischen Mannschaft haben spannende Geschichten zu erzählen – die wir unter der Überschrift „Paralympisch Leben“ bündeln.

Unsere Top-Athleten für die Paralympics in Rio 2016

Unsere Top-Athleten für die Paralympics in Rio 2016 Quelle: Picture Alliance

Die deutsche paralympische Mannschaft ist mit vielen erfolgversprechenden Sportlern vom 7. bis 18. September in Rio de Janeiro am Start. Wer alles in welchen Disziplinen antritt? Wir bieten die Übersicht.

Edina Müller nimmt bei diesen Paralympics statt dem Basketball das Paddel in die Hand - und geht über den 200-Meter-Kanusprint ins Rennen. Bei den Paralympics 2008 in Peking holte sie mit der Mannschaft die Silber- und in London 2012 die Goldmedaille. Nach ihrem Rücktritt vom Team ist sie jetzt in Rio auf der Regattastrecke zu finden. Die Newcomerin in der neuen paralympischen Disziplin sicherte sich schon im Mai 2016 den Weltmeistertitel.

Wollte man Jochen Wollmerts Erfolge alle niederschreiben, könnte man ein Buch verfassen, so viel hat der 51-Jährige im internationalen Tischtennis abgeräumt. Seit 1992 in Barcelona war er bei jeden Sommer-Paralympics dabei, holte dreimal Gold im Einzel, zuletzt 2012 in London. Nun will der gebürtige Wuppertaler, der mit zehn weiteren deutschen Tischtennis-Spielern antritt, seinen Titel verteidigen. Beim Tischtennis spielen die Athleten je nach Klassifizierung im Rollstuhl oder stehend. Lena Kramm, 19, konnte als Nachnominierte mit.

Einen Schock erlebten die deutschen Reiter vor der Abreise zu den Spielen nach Rio: Hannelore Brenner, die in der Vergangenheit vier Gold- und zwei Silbermedaillen gewann, musste absagen. Ihr Pferd hat sich verletzt. Jetzt müssen es die anderen richten: zum Beispiel Alina Rosenberg, mit 24 Jahren die Jüngste im Team. Oder Elke Philipp und Carolin Schnarre, die in ihren jeweiligen Startklassen die Deutschen Meisterschaften 2016 gewannen. Oder Steffen Zeibig, der in London mit der Mannschaft Silber holte.

In der Leichtathletik gehen 39 Sportler an den Start, darunter 17 Debütanten. Für Heinrich Popow, der unter anderem schon in London über 100 Meter Gold gewann, sind es die vierten Spiele. Der 33-Jährige freut sich sehr auf Rio: "Wir hatten noch nie so einen Mannschaftszusammenhalt." Durch den 21-jährigen Erststarter Felix Streng und seine Kollegen aus der 4-Mal-100-Meter-Staffel habe die deutsche Mannschaft zudem an "Sexappeal"gewonnen, sagt der immer für einen lockeren Spruch bekannte Popow. Neben Weitsprung und den klassischen Wurf- und Laufdisziplinen gibt es auch Wettbewerbe im Keulenwurf. Nachnominiert wurden Leon Schäfer - und Denis Schmitz, Rennrollstuhlfahrer.

Rollstuhlbasketball wurde von US-Veteranen des Zweiten Weltkriegs erfunden und ist seit 1960 paralympisch. Je nach Behinderung erhalten die Sportler zwischen 1 und 4,5 Punkte - die höchste Punktzahl erhalten die am wenigsten eingeschränkten Athleten. Die Summe der fünf Feldspieler eines Teams darf 14 Punkte nicht überschreiten. Die deutschen Frauen starten als Titelverteidiger in das Turnier. Vom Team aus London 2012 sind in Rio sieben Spielerinnen dabei, wie Mareike Miller (26).

Die deutschen Männer spielen auch. Beim Rollstuhlfechten sitzen sich die Kontrahenten in fixierten Rollstühlen gegenüber - gerade so weit auseinander, dass sie sich duellieren können. In dieser Disziplin vertritt Simone Briese-Baetke Deutschland bei den Frauen. Die Chancen auf einen Medaillengewinn stehen nicht schlecht. Briese-Baetke unterlag bei den Paralympics 2012 in London erst im Finale Yao Fang, gegen die sie auch bei der WM 2013 in Budapest im Halbfinale ausschied. Nachnominiert wurde der Fechter Balwinder Cheema.

Als zwölfköpfiges Team sind die deutschen Sitzvolleyball-Herren in Rio dabei. Für Angreifer Lukas Schiwy (21) sind es die ersten Paralympics und er träumt von einer Medaille. Favorit ist das Team aus dem Iran. Je acht Nationen treten bei den Männern und Frauen im Gruppen- und K.-o.-System an. Das Feld ist beim Sitzvolleyball kleiner und das Netz tiefer als beim Standvolleyball. Spieler mit kürzeren Extremitäten sind auf dem Feld wendiger.

Vier Bogenschützen, zwei Frauen und zwei Männer, werden für Deutschland antreten. Darunter auch Maik Szarszewski aus Miltenberg bei Frankfurt am Main. In London 2012 holte sich der 44-Jährige schon den 9. Platz im Einzel - damals mit nur zwei Jahren Erfahrung am Bogen. Seitdem konnte er weitere internationale Erfolge erzielen, wie den 3. Platz im Einzel bei den Europameisterschaften 2016. Mit solchen Ergebnissen sollte die Scheibe nicht das einzige Ziel der deutschen Schützen bleiben.

Seit 1992 ist Rollstuhltennis paralympisch. Es gibt auch eine Quad-Klasse, mit fest am Rollstuhl montierten Schlägern. Der Ball darf zweimal im eigenen Feld aufspringen.

Katharina Krüger, 26, ist zum dritten Mal dabei. Bisher scheiterte die Zehnte der Weltrangliste im Einzel zweimal im Achtelfinale. Leider fällt nun kurzfristig Doppelpartnerin Sabine Ellerbrock, 40, aus.

Die deutsche Goalball-Nationalmannschaft kann man als eingeschworene Truppe bezeichnen. Michael Feistle ist der Kopf des Teams. Mit der Teilnahme in Rio hat sich eine deutsche

Auswahl erstmals seit den Paralympics 2004 in Athen wieder für die Paralympischen Spiele qualifiziert. Goalball ist eine Ballsportart für Sehbehinderte. Ziel ist es, den Klingelball so oft wie möglich im gegnerischen Tor unterzubringen.

Quelle: Tagesspiegel / Paralympics Zeitung

Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie weiterhin auf dieser Website bleiben, erteilen Sie damit Ihr Einverständnis zur Verwendung von Cookies.

Schließen