DOSB - Olympiamannschaft

Paralympisch Leben

Das Online-Magazin „Paralympisch Leben“ ist das Herz der Webseite. Hier berichten wir über die Athletinnen und Athleten der Deutschen Paralympischen Mannschaft. Im Mittelpunkt stehen dabei die Geschichten hinter den Sportlern: Was macht sie aus, was haben sie erlebt und wie denken und fühlen sie? Alle Athletinnen und Athleten der Deutschen Paralympischen Mannschaft haben spannende Geschichten zu erzählen – die wir unter der Überschrift „Paralympisch Leben“ bündeln.

David Behre: In Rio rocken / BP Blog

David Behre: In Rio rocken / BP Blog Bild: BP/David Behre

In Rio rocken

Datum: 4. Juli 2016

Neben „meinen“ 400 Metern will ich in Rio auch mit der Staffel rocken! Damit wir unseren Europarekord aus Grosseto vor drei Wochen noch verbessern können, trainieren wir in Leverkusen regelmäßig speziell für die Staffel. Der kurze Clip gibt euch einen kleinen Einblick, wie das aussieht.

Sieg beim Sportfest in Leverkusen

Datum: 11. Juli 2016

Am Freitag ist das integrative Sportfest meines Vereins TSV Bayer Leverkusen im Manforter Stadion über die Bühne gegangen. Und es war großartig, denn wir haben viele tolle Leistungen gesehen. Auch wenn wir nicht alle Träume erfüllen konnten: Der Weg nach Rio stimmt, wie mir die beiden Starts über 100 Meter gezeigt haben. Im Vorlauf habe ich 11,26 Sekunden geschafft – bei 2,4 Metern/Sekunde Rückenwind. In meinem Endlauf hatte ich als Sieger mit 11,25 Sekunden mit 3,5 Metern/Sekunde noch mehr Schub von hinten. Nach einer Faustregel macht ein Meter pro Sekunde ungefähr ein Zehntel bei der Zeit. Rechnet selbst: Ich bin auf jeden Fall eine persönliche Bestzeit gelaufen, die vorher bei 11,47 Sekunden lag (und offiziell immer noch liegt).

In der Staffel über 4x100 Meter wollten Markus Rehm, Johannes Floors, Felix Streng und ich euch zeigen, wo wir vor den Paralympics stehen. Bis 300 Meter sah das alles auch richtig gut aus, aber dann haben wir den letzten Wechsel verhauen. Wir sind uns einig: „Besser, das passiert jetzt, als in Rio.“ Nach drei vollen Läufen über 100 habe ich zum Schluss vorsichtshalber auf die 200 verzichtet. Aber ich habe es genau gespürt: Für meine 400 Meter bin ich auf dem richtigen Weg. Es sind noch 58 Tage. Und ich freue mich immer mehr drauf!

Deutscher Meister in Berlin

Datum: 18. Juli 2016

Das war genau das Rennen, was ich gebraucht habe. Bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften in Berlin wollte ich mal wieder zeigen, was ich über „meine" 400 Meter draufhabe. Offensichtlich war das, was meinem Trainer Kalle Düe für mich eingefallen war, nicht so verkehrt. Ich konnte das Rennen schließlich gewinnen! Und dann zeigte die Uhr sogar 48,75 Sekunden an – was fast an meine 48,42 Sekunden vom WM-Triumph 2015 heranreicht und eine Sekunde schneller als zuletzt bei der EM in Grosseto war.

Ganz nebenbei war Berlin ein Wiedersehen mit dem WM-Zweiten Hunter Woodhall aus den USA, der bei den Paralympics bestimmt wieder zu den härtesten Konkurrenten gehört. Ich konnte zu Hunter in der Kurve vor der Zielgeraden aufschließen und dann in Führung gehen. Es war wirklich ein tolles Gefühl, den Vorsprung ins Ziel zu kämpfen. Ich weiß trotzdem, dass es noch schneller geht. Jetzt bin ich mir ganz sicher, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich werde weiter hart arbeiten für meinen Traum. Die Road to Rio – ich bekomme langsam eine Gänsehaut.

Auf Besuch in London

Datum: 25. Juli 2016

Ich liebe London. Vor vier Jahren durfte ich dort zum ersten Mal die großartige Atmosphäre bei den Paralympics genießen. Und mein Partner BP ist in London zu Hause. Mit den Mitarbeitern des Unternehmens habe ich jetzt einen Tag verbracht. Es war großartig, innerhalb weniger Stunden mit so vielen unterschiedlichen Menschen über so viele verschiedene Dinge zu sprechen. Ich bin sehr herzlich aufgenommen worden und ich hoffe, dass ich etwas davon zurückgeben konnte, obwohl Englisch nicht meine Muttersprache ist.

Als ich hinterher im Flugzeug zurück nach Deutschland saß, war ich glücklich darüber, wie der Tag gelaufen ist. Alle haben mir das Gefühl gegeben, dass sie mit mir weiter auf der Road to Rio nach vorne gehen. Auch das gibt mir den Schwung, den ich neben dem Training brauche. Die tägliche Arbeit im Kraftraum und auf der Laufbahn ist wichtig, aber nicht alles. Wir haben uns gemeinsam auf Rio einstimmen können. Ich brenne für meinen Traum und es tut gut, dieses Gefühl zu teilen. Ich verspreche, dass ich alles geben werde. Vielen Dank nach London!

Über den Blog:

BP in Deutschland, Nationaler Förderer des Deutschen Behindertensportverbandes e.V. und der Deutschen Paralympischen Mannschaft, begleitet David Behre auf seinem ganz persönlichen Weg nach Rio. Wöchentlich berichtet er in einem Blog vom Training und seinen Vorbereitungen auf die Paralympischen Spiele.

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