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Sitzvolleyball-EM: Positiver Abschluss nach Lospech

Weltmeister Bosnien-Herzegowina war im Viertelfinale zu stark, doch mit zwei Siegen in den Platzierungsspielen kletterte das deutsche Team noch auf Platz fünf bei der Sitzvolleyball-Europameisterschaft im kroatischen Porec und schaffte damit auch die WM-Qualifikation. "Der Abschluss war für uns sehr positiv. Nach dem großen personellen Umbruch haben wir eine super EM gespielt", sagt Cheftrainer Michael Merten. Auch den Damen gelang im letzten Spiel ein Sieg, das bedeutete Rang acht.

Es herrschte viel Ungewissheit bei den deutschen Herren vor der Reise nach Kroatien. Neuer Trainer, neue Gesichter, langjährige erfahrene Stützen nicht mehr dabei. "Wir wissen nicht wirklich, wo wir international stehen", sagte der neue Kapitän Stefan Hähnlein vorher. Doch jetzt weiß das Team: auch in der neuen Formation kann es auf dem hohen internationalen Niveau mithalten. Dabei sind von der Mannschaft der Paralympics in Rio mit Alexander Schiffler und Torben Schiewe nur noch zwei Stammspieler übrig geblieben. "Die Jungs haben insgesamt einen richtig guten Job gemacht. Spieler wie Dominik Albrecht, Stefan Hähnlein und Lukas Schiwy haben Verantwortung bekommen und diese dann auch übernommen", sagt Merten. Sehr präsent auf dem Feld war nicht nur wegen seiner Größe Dominik Albrecht, der ins Allstar-Team gewählt wurde und nach Punkten einer der besten Spieler bei der EM war.

Nach einem klaren Sieg gegen die Türkei (3:0) mussten sich die Deutschen gegen die Ukraine knapp mit 2:3 geschlagen geben. "Da war auch Pech dabei, wir waren nah dran, sie zu bezwingen", berichtet Merten. Das Pech setzte sich bei der Auslosung des Viertelfinales fort, schließlich bekam das deutsche Team Weltmeister Bosnien-Herzegowina zugelost. Mit 0:3 fiel die Niederlage deutlich aus, doch im dritten Satz verpasste die Mannschaft nur hauchdünn einen Satzgewinn. Mit zwei klaren Erfolgen gegen Serbien (3:0) und die Niederlande (3:1) kletterte Deutschland in der Abschlusstabelle auf Platz fünf. "Damit sind wir jetzt auch definitiv für die WM 2018 qualifiziert", freut sich Merten. Darüber hinaus darf das Team im April 2018 auch am neuen Turnier "Super Six" im Iran teilnehmen. "Das wird ein Vergleich auf allerhöchstem Niveau mit den besten Mannschaften der Welt", betont Merten, der vom Kräftemessen bei der EM sehr beeindruckt war: "International geht's mächtig ab. Die Sportart entwickelt sich rasant weiter, immer mehr Nationen kommen hinzu und das Leistungsniveau steigt immer stetig an." An der Spitze hat es eine Wachablösung gegeben. Bereits im Halbfinale gewann Russland mit 3:2 gegen Bosnien-Herzegowina und ließ im Finale dann auch der Ukraine beim 3:0 keine Chance.

Ein versöhnlicher Abschluss gelang auch den deutschen Damen. Denn das ohnehin von Verletzungssorgen gebeutelte Team erwischte zudem die schwerstmögliche Gruppe und hatte mit Russland, der Ukraine und den Niederlanden die späteren Medaillengewinner als Gegner. Nach siegloser Gruppenphase gelang im Platzierungsspiel gegen Gastgeber Kroatien noch ein 3:0-Sieg, so dass das Team von Trainer Mats Bastian Gerhard die EM auf dem achten Rang beendete.

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